Mein Tag Eins bei der re:publica.

Kurz: Fetzt. Die beste re:publica seit der vorletzten.

Lang:
Wlan! Zumindest die Ahnung davon. Aber wenn man Glück hat, kann man online gehen. Das ist wichtig, das ist gut.

Jetzt aber zum wirklich Wichtigen:

Die Perspektive stimmt. Letztes Jahr haben wir auf der re:publica viel über Monetarisierung und Nicht-Monetarisierung gesprochen. Dieses Jahr lassen wir uns Zeit für die großen Gedanken. Wir leisten uns die Meta-Ebene. Klar, wenn es den Blogs weltweit an etwas nicht fehlt, dann ist das die Meta-Ebene. Selbst mein Humor ist Meta, du Typo! Egal.

Auf jeden Fall reden wir über Privatsphäre, über Öffentlichkeit und endlich, endlich, endlich über die Selbstverständlichkeit, die nicht mehr Wegdiskutierbarkeit des Internets. Wir reden über Identitäten. Wir reden über potenziell unendlich viele Identitäten. Und das potenziell von einem einzelnen Menschen. Yes! Lasst uns endlich wieder spinnen, lasst und endlich wieder progressiv sein.

Konkret:
Vier von fünf Vorträgen die ich heute gehört habe, haben mir wirklich etwas gegeben. Haben mir neue Sichtweisen ermöglicht. Auf diese vier möchte ich kurz eingehen.

1.
Jeff Jarvis über das deutsche Paradox.

Eigentlich muss ich dazu nicht mehr viel sagen. Einiges habe ich hier schon zu seinem Text geschrieben. Aber der Mann schafft es, der notwendigen Diskussion und der definitiv aufkommende Debatte über schützenswerte Privatsphäre und der Öffentlichkeit und der Unsinnigkeit einer Unterscheidung zwischen beiden, bzw. dem Automatismus der Öffnung eines jeden Menschen und jeder Sache aufgrund des Internets, den Schleier der Angst zu nehmen, die Undurchdringbarkeit des Gelernten und die Vereinfachung des Komplexen. Damit bin ich jetzt schon in diesen wenigen Zeichen gescheitert. Deshalb schnell weiter.

2.
Peter Kruse.

Seinen Vortrag findet ihr hier. Krass. Gut. Informativ. (Bei einer Testgruppe von nur 200 Heavyusern traue ich mir trotzdem von fundierter Populärwissenschaft zu sprechen.)

3.
Udo Vetter.

Was man alles nicht darf und vor allem was man nicht darf, wenn man im Internet publiziert, wie ich.

4.
Plomlompom (Christian Heller).

Der Mann hat einen Lauf. Mal wirft er den Datenschutz komplett über den Jordan, jetzt verwirft er mein Bildnis von Identität. Das muss ich erstmal wirken lassen, dazu mache ich aber definitiv noch was. Oder wir.

Kritik.
Zwei Euro für eine kleine Tasse Kaffee. Mein lieber Herr Gesangsverein.

So, und jetzt mach ich schnell Schluss. Diese kleine Summary ist auch nur hingerotzt, wie ihr Qualität einfordernden und auch verwöhnten Leserinnen und Leser natürlich festgestellt haben durftet. Jetzt muss ich aber los: Ich bin in der Jury der Twitterlesung. Durchbruch!

3 Antworten zu “Mein Tag Eins bei der re:publica.”

  1. Der Kaffeepreis wäre ja halb so tragisch, schmeckte er wenigstens einigermaßen. Aber so!

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