UPDATE VOM 15.07.:
Im Glam FASHION Blog-Beitrag zum Camper-Frühstück gibt es mittlerweile folgende Korrektur:
“Damit es dabei nicht zu heiß wurde, sorgte zur Abwechslung das kühle Wasser von Pineo (Danke, für die Verbesserung) für Erfrischung.”
Außerdem wurden die Kommentare von @mymartina und mir freigeschaltet.
Auch mein Kommentar unter diesem Beitrag wurde freigeschaltet.
DER ORIGINALBEITRAG:
“von Mathias Richel
an germany@glam.com
Datum 13. Juli 2010 12:12
Betreff Sprudelfrech.
Sehr geehrte Damen und Herren,
vielleicht, nein wahrscheinlich sogar, wissen Sie ja, dass die
Autorinnen im “Glam FASHION Blog” in fünf Blogbeiträgen rund um die
Fashion Week Berlin die Wasser-Marke “Vöslauer” mehr oder weniger
geschickt im redaktionellen Kontext platziert haben, ohne darauf
hinzuweisen.
Die betreffenden Beiträge finden Sie hier: http://bit.ly/cVtlBw,
http://bit.ly/d8dhph, http://bit.ly/9Z7wq7, http://bit.ly/bJXNeP und
hier: http://bit.ly/9wD17z.
Meine Fragen dazu:
- Wie wichtig ist Ihrer Redaktion die Trennung von Werbung und redaktionellen Inhalt?
- Warum wurde das Vöslauer-Engagement im Glam FASHION Blog nicht extra gekennzeichnet?
- Wurden für das Clipping bewusst Falschaussagen zu Gunsten der Vöslauer-Platzierung getroffen? (Siehe http://bit.ly/9wD17z, beim Camper-Frühstück gab es kein Vöslauer. Korrektur dazu nach Update im Glam FASHION Blog)
Über eine zeitnahe Antwort würde ich mich sehr freuen.
Darüber hinaus möchte ich Sie noch darauf hinweisen, dass ich die Mail
und den Vorgang veröffentlichen werde.
Mit freundlichen Grüßen
Mathias Richel
…
twitter.com/mathiasrichel
blog.mathias-richel.de”
Noch ein paar ergänzende Stichpunkte zu dieser Email:
- Wie man ein richtiges Vöslauer-PR-Blog machen kann, hat “Sounds like me” hier gezeigt
- Alle Vöslauer-Erwähnungen bei Glam in der Google-Suche
- Eine Antwort auf die Email habe ich auch noch nicht erhalten.
- Die oben abgebildete Flasche wurde wohl auf der Fashion Week verteilt. Auf glam.de und in den betreffenden Blogs gab es darüber hinaus keinerlei Hinweis auf das Wasser-Engagement während der Fashion Week.
- Der bosch hat das alles viel lustiger in “Ein Tag im Leben einer gewerblich bloggenden Mineralwasserkonsumentin” beschrieben.
Schade, dass einige Modeblogs die PR-Praxis der Lifestyle-Printmagazine übernehmen. Und auch wenn man es mir nicht zutraut, ich weiß in diesem Fall sehr gut, wovon ich rede.
Und ein generelles Video ohne thematischen, aber methodischen Bezug:














































[...] “Gehetzte sollten nur Vöslauer trinken.” Gerade noch geschafft. Der Chef thematisiert mal wieder Schleichwerbung. Kann mir gar nicht vorstellen, dass es in unserer Redaktion so etwas geben soll. [...]
Als Organisatorin des Camper-Frühstücks (http://blogs.glam.de/fashion/2010/07/mercedes-benz-fashion-week-fruhstuck-bei-camper/) kann ich mit Sicherheit sagen, dass es kein Vöslauer Mineralwasser auf der Veranstaltung gab, sondern spanisches Wasser der Marke Pineo.Mein entsprechender Kommentar unter dem Glam-Artikel wartet ebenso auf Freischaltung: http://twitpic.com/24w8r7 Auf eine Stellungnahme zur Falschaussage bin ich sehr gespannt.
hast ja recht. finde die drohung am ende des briefs dann doch ziemlich peinlich :)
@emily Das ist absolut keine Drohung. Einfach sauber geklärt.
versteh trotzdem nicht, warum es dich sooo aufregt . agent 00vöslauer?
@emily Das musst du auch nicht. Ich steh´ allerdings auf die klare Trennung von Redaktion und Werbung.
Hm…für mich stellt sich hier eigentlich nur eine Frage: Was bewegt jemanden, über so etwas tatsächlich zu schreiben?? Langeweile? Nichts besseres zu tun? Ehrlich: Warum kümmerst Du Dich nicht lieber um einen Post zu BP und der schier unglaublichen Umweltverschmutzung, oder unterstützt PETA in Ihrer Arbeit, schreibst über den Einsatz von Greenpeace als solch unwesentliche Dinge wie “sollte ein Modeblogger, der über Mode bloggt, nur über Mode bloggen…blablabla…<schnarch>” einfach nur schlecht hinzududeln. Das ist doch nichts anderes als eine plumpe Selbstdarstellung und Aufmerksamkeitshascherei. Mal schnell auf den gar nicht mehr so heißen “sollen Blogger fürs Bloggen bezahlt werden” Zug aufspringen. Und Dein letzter Satz ”Darüber hinaus möchte ich Sie noch darauf hinweisen, dass ich die Mail und den Vorgang veröffentlichen werde.” ist tatsächlich eine Drohung, einem Unternehmen vorsätzlich Schaden zuzufügen, und nicht einfach “sauber geklärt” - das ist eine wirklich dämliche Ausrede. Wie der Rest auch: einfach lahm.Schade, bisher habe ich Dich für voll genommen und Deine Beiträge gerne gelesen - ich schieb’s mal in Deinem Interesse auf die Hitze, dass das hier total daneben gegangen ist. (…solltest vielleicht mehr Mineralwasser trinken, agent 00vöslauer!!!???)
@Alida Welche Beiträge hast du denn hier gern gelesen, liebe Alida? Und wann hast du denn dafür Zeit gehabt? In der Mittagspause bei Glam?
Liebe Alida, bist du evtl. ein Fake, da du keine Kontaktdaten angegeben hast? Will da jemand evtl. noch mehr gegen Burda wettern und tut hier so, als käme er aus dem Burda-Haus?Lieber Mathias, ich würde auf eine offizielle Stellungnahme warten, da ich glaube, hier hat jemand wirklich Langeweile und will ein bisschen Stress machen.
@Lisa Jeder Kommentar ist mit einer IP-Adresse versehen. Und manche von diesen führen auch eben direkt zum Ansprechpartner.
@Alida: Glam/Vöslauer hat eindeutig einen Fehler gemacht und das ist nun aufgeflogen. So etwas passiert jeden Tag. Wäre es nicht besser, die Angelegenheit mit einem offiziellen Statement der PR-Abteilung zu beschließen, anstatt als Mitarbeiterin des Verlages hier in den Kommentaren herumzupöbeln? Das macht doch die Sache auch nicht besser.
Über das viele Rohöl, das zur Produktion von Einwegplastikflaschen verwendet wird, und darüber, dass Wasser mit dem LKW quer durch Europa transportiert wird, wollen wir an dieser Stelle ebenso wenig sprechen, wie über die armen Tiere, die in Pelzform auf den Laufstegen der Fashion Week getragen werden. Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Wasserflaschen werfen.
Die Frage ist nur: Es gibt ja auch ein Berliner Büro. Vielleicht hat in München gerade jemand nichts zu tun und tut so, als ob. Presseabteilungen, Praktikanten oder PR-Nasen machen sowas ja gerne mal ein bisschen unqualifiziert. Ich würde einfach anrufen und mich absichern, bevor ich darauf eingehe.
So ein Statement wäre was feines.