In der Verlängerung: Stellen Sie Social Media Berater ein!

Wolfgang Lünenbürger hat im Rahmen der #sms10 zehn plausible Kündigungsgründe für jeden Social Media Berater entworfen. Kann man machen, wenn man es sich leicht macht. Finde ich. Schwieriger ist es jedoch, die richtigen zu finden, zwischen all den Quacksalbern und Erfolgsversprechern.
Jörg und Luebue dagegen sagen, dass die Antwort doch im Ansatz selbst zu finden ist: Das Ironie-Ding, ihr wisst schon. *twinkle, twinkle*.
Das finde ich gut, da mach ich mit.

Aber dazu drehen wir den Spieß um:

Stellen Sie Social Media Berater ein!

Wolfgangs Kündigungsgrund = WK
Logisches Einstellungskriterium = LE

  • WK: 1. Feuern Sie ihn, wenn er die gleiche Geschichte als seine erzählt, die Sie schon kennen.
  • LE: 1. Stellen Sie ihn ein, wenn er Sie mit einer völlig neuen Geschichte blendet, die er gerade gestern bei Slideshare aus einer neuen US-Präse geklaut hat. Für mindestens 48 Stunden sind Sie mit Ihm Thesen-Early-Adopter.

  • WK: 2. Feuern Sie ihn, wenn er Sie nicht als erstes nach Ihrer Kommunikationsstrategie fragt.
  • LE: 2. Stellen Sie ihn ein, wenn er Sie nach Ihrer Kommunikationsstrategie fragt, drei Minuten zuhört und Sie dann mit dem Satz vom Tisch fegt: „Alles falsch, Sie müssen fischen wo die Fische sind.“ Oder ähnlichen Bullshit.

  • WK: 3. Feuern Sie ihn, wenn er meint, Sie müssten Ihr Business neu denken.
  • LE: 3. Stellen Sie ihn ein, wenn ihm Ihr Business scheißegal ist. Das ist auch super, das trifft auf die meisten Social Media Berater zu.

  • WK: 4. Feuern Sie ihn, wenn er sagt, Sie müssen auf jeden Fall auf Facebook sein.
  • LE: 4. Ja bitte Autohof Niederlehme, befolgen Sie WK 4.

  • WK: 5. Feuern Sie ihn, wenn er erst 2005 oder noch später angefangen hat zu bloggen.
  • LE: 5. Bitte stellen Sie Ihn nur ein, wenn er Turbo Pascal kann und wenn er Ihnen erzählt, dass er ganz doll vernetzt ist in der Blogosphäre, wegen seiner jahrelangen Präsenz. Da kann man dann auch schön eins, zwei Sachen gemeinsam drehen. *twinkle*

  • WK: 7. Feuern Sie ihn, wenn er Ihnen mit Kryptonite oder Jack Wolfskin Angst machen will.
  • LE: 7. Stellen Sie ihn ein, wenn er Dell als gutes Beispiel anführt. PS: Nicht nach mehr fragen, kennt er nicht bzw. stand nicht in der Slideshare-Präse (siehe LE1).

  • WK: 8. Feuern Sie ihn, wenn er Jugend für ein Qualitätsmerkmal hält.
  • LE: 8. Stellen Sie ihn ein, wenn er Ihnen aufgrund Ihres Alters nicht widerspricht.

  • WK: 9. Feuern Sie ihn, wenn er bei Ihnen im Kapuzenpulli auftaucht.
  • LE: 9. Stellen Sie ihn ein, wenn er Ihren Casual Friday total dufte findet. So locker. Einfach menschlich. Und so.

  • WK: 10. Feuern Sie jeden, der sich Social Media Berater nennt.
  • LE: 10. Stellen Sie ihn ein, wenn er kein Problem damit hat, Abteilungsleiter „Neue Medien und Cyberspace“ zu werden.

Zusatz:

  • LE: 11. Stellen Sie ihn unbedingt ein, wenn er fetzige Listen aufstellen kann, egal zu welchem Thema. Listen sind pfiffig und flott.

PS: Ist doch nur Spass!  *twinkle*

Bild unter CC-Lizenz auf Flickr.

7 Antworten zu “In der Verlängerung: Stellen Sie Social Media Berater ein!”

  1. Mathias sagt:

    Wegen verstärktem Lese- und Bezugsaufkommen, muss ich vielleicht etwas konkretisieren: Ich finde es wirklich sich zu einfach gemacht, zu sagen, was einen schlechten Social Media Berater ausmacht.
    Viel schwieriger ist es tatsächlich, den Richtigen zu finden.
    Das implizierte Wolfgang sicher mit seinem Vortrag, nur vermischt er dabei nichtige Oberflächlichkeiten, mit tatsächlichen Relevanzen.
    Mir ist zum deutlichsten Beispiel herzlichst egal, ob mein Gegenüber oder Kollegen Kapus tragen, oder einen zweireihigen Marine-Dreiteiler. Auch differenziert Wolfgang selbst nicht: Natürlich gibt es Kunden, die unbedingt auf Facebook sein müssen. Ganz unbedingt sogar. Andere eben nicht. Das von Kunde zu Kunde zu unterscheiden, bzw. besonders herauszustellen, was man unbedingt nicht machen sollte – das lässt erst so etwas wie eine individuelle Strategie erkennen. Business neu denken – natürlich kann das eine Aufgabe im Rahmen von Social Media Überlegungen sein. Weniger bei einer Panzergliedketten-Schmiede, aber zum Beispiel bei einem Onlineversand für Studenten. Und so weiter und so langweilig und sofort. Listen kann jeder, macht ja auch jeder und wenn dabei noch auf den Schlamm gehauen wird, umso – tja was? – besser?

    Erstaunlich allemal, wie viele Leute auf Twitter Wolfgangs Beitrag und diesen hier verlinken und dabei aus jeder Pore nachdem beschriebenen stinkenschnuppern. Schon tragikomisch, wenn sich das jetzt selbstrefenzieren sollte.

    Aber Tatsache: In wie vielen Präsen werden Wolfgangs Thesen und vielleicht mein hingeschmiertes Quatschzeug jetzt auftauchen, um das vermeintliche „Experte sein“ des Vortragenden zu belegen? In 10? Oder 100?

    Glauben Sie mir eines: Bei den wirklich Guten gar nicht.

  2. AMUNO sagt:

    Dieses ganze Geschwätz von Medienberatern und die Bloggerei darüber langweilt so langsam sehr.
    Vielleicht sollte man doch endgültig den Unternehmen die Entscheidung überlassen und sie nicht in diesem Punkt beraten. Vielleicht sind Unternehmen, welche unfähig sind, fähige Berater zu finden, schon von Natur aus zum Scheitern verurteilt…

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