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Zur 14tägigen Israel-Rundreise werden hier drei Beiträge entstehen. Morgen der zweite Teil “Israel als Reiseland” und übermorgen der dritte “Israel – Stolz und Vorurteil”. Heute aber der erste, über die Streetart in Tel Aviv.

Mit Streetart und mir ist das ja so eine Sache, wie vieles mit mir eben so eine Sache ist. Streetart ist für mich weder Fisch noch Fleisch. Eher ein aus Tofu geformter Truthahn, der als Reminiszenz an die besseren Tage zu Thanksgiving serviert wird. Meine besseren Tage waren Graffiti-Tage. Aber mit dem Graffiti verhält es sich wie mit vielem in der heutigen HipHop-Kultur: Ich schäme mich. Seit in Berlin fast nur noch gebombt wird, habe ich das Interesse verloren. Kleine Kinder mit Chrom und Hitzerot an den Fingern sind einfach langweilig. Und dann kam die Berliner Streetart, die hochgelobt, aller Orten und oft kopiert hat und wurde. Vor drei, vier Jahren wurden Mitte und Teile von Friedrichshain-Kreuzberg förmlich überschwemmt von Paste-Ups, Stickern und Installationen. Ich fand vieles gut, manches bemüht, einiges besonders. Die Berliner Streetart konnte streckenweise richtig was. Mittlerweile hat jede bessere UDK-WG in der Küche ein Stück dieses Zeugs hängen, weil es irgendwann in Mode kam, die Dinger einfach abzunehmen, -reißen und -lösen. So verschwand vieles von der Straße und kam nicht zurück. Heute muss man sich schon mächtig anstrengen, neue und gute Sachen in Berlin zu finden. Bleiben vielerorts nur noch die kleinen Jungs mit ihren Chromfingern.

Plötzlich steht man in Jaffa, einem Stadtteil von Tel Aviv und hofft, dass der Akku vom iPhone nicht schlappmacht, so viel gab es zu fotografieren.

Nicht nur, das oben beschriebene Bombings hier weitgehend unbekannt und klassische Graffitis noch Pieces und Characters sind, auch die Streetart bedient sich hier vor allem der Dose und weniger dem alten Schwarz-Weiß-Plotter aus Papas Garage.
Eine ungeheure Anzahl an Motiven, in den kleinsten Gassen, auf Hinterhöfen von Autowerkstätten, Häuserruinen oder einfach an der Hauptstraße – hier explodiert alles.

Ich habe auf meinem Flickr-Account ein Set aus 88 Bildern zusammen geschraubt, die ich vor die iPhone-Linse bekam. Hier im Blog könntmüsst ihr sie euch alle in der Lightbox durchklicken – und versprochen: es lohnt sich.

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Hier habe ich mal die Wegstrecke in Tel Aviv bei Google Maps nachgezeichnet, zum nachlaufen. Die bessere Ansicht ist die “Größere Ansicht” im Link darunter.


Größere Kartenansicht

PS: Im Blog passieren nach und nach gerade ein paar Design-Updates. Bitte nicht wundern, aber gut finden!

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