Oma Pachulke und die Netzneutralität.

Der erste Text zur Netzneutralität ist hier erschienen im August 2010. Damals wurde die Initiative “Pro Netzneutralität” vorgestellt und ich war einer der 21 Erstunterzeichner. Das zeigt zwei Dinge: 1. Das Thema beschäftigt viele schon lange und 2., dass wir es in drei Jahren nicht geschafft haben, Netzneutralität so verständlich zu machen, dass Oma Pachulke sagt: “Gute Sache, will ich haben. Noch ein Stück Kuchen?”

Und dann kommt die Telekom. Die koppelt Flatrate-Drosslungspläne gleichsam mit eigenen Angeboten und Angeboten Dritter, die von der Drosselung ausgenommen sind. Ja, ist denn im Himmel Jahrmarkt?
Danke Telekom, du zeigst am eigenen Beispiel auf, wie wichtig Netzneutralität ist und wie sehr Provider gern auf sie verzichten würden.

Da kommt ja alles zusammen: Provider als Contentanbieter, Zugangerschwerung durch Drosselung, bevorzugte Dienste. Kommunikative Steilvorlagen.

Nur, versteht das jetzt schon Oma Pachulke?

Nein.

Deshalb habe ich oben stehende Motive in Absprache mit der Digiges und D64 entwickelt, die das Problem anhand des Alltags der Menschen beschreiben, auch wenn sie selbst nur “Mail, Spiegel Online und Reise buchen”-Nutzer sind.

Solche Motive können alle Aspekte der Netzneutralität nicht erklären. Sollen sie auch nicht. Sie sollen einführen und Interesse wecken, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Das schaffen sie.

Und ja, das ist die erste gemeinsame Kampagne der Digiges und D64.

Hier könnt ihr die Motive downloaden!

Auf Facebook wird darüber hinaus noch zum Aktionstag, am 16.05. zur jährlichen Telekom-Aktionärshauptversammlung in Köln mobilisiert. Machen!